Was hilft gegen Reiseübelkeit?

Medikamente gegen Reisekrankheit enthalten unterschiedliche Wirkstoffe, die die Stressreaktion des Gehirns als Ursache der Reiseübelkeit mildern. Dabei nehmen sogenannte Antihistaminika – allen voran Dimenhydrinat - bei der Behandlung von Reiseübelkeit einen besonderen Stellenwert ein.

Dimenhydrinat gegen Reiseübelkeit

  • Gängigster Wirkstoff bei Reiseübelkeit
  • In rezeptfreien Mitteln gegen Reiseübelkeit erhältlich
  • mildert die Stressreaktion des Gehirns
  • z. B. in Reisekaugummis oder Tabletten gegen Reiseübelkeit

Gut zu wissen: Reisekaugummis sind in der Regel niedriger dosiert als andere Mittel gegen Reiseübelkeit und machen daher nicht so müde

Mittel gegen Reiseübelkeit: Wirkstoffe

Antihistaminika bei leichteren bis  mittelschweren Fällen der Reisekrankheit:  

  • Dimenhydrinat (z. B. als Reisekaugummi, Reisetabletten)
  • Diphenhydramin (z. B. als Tabletten gegen Reiseübelkeit)

Bei sehr stark ausgeprägten Beschwerden:

  • Scopolamin (Pflaster, rezeptpflichtig)
  • Promethazin (z. B. als Tabletten oder Tropfen, rezeptpflichtig)

Wenn starkes Erbrechen bereits eingesetzt hat:

  • Metoclopramid (als Zäpfchen oder Tropfen, rezeptpflichtig)
  • Diphenhydramin (als Zäpfchen)

Dimenhydrinat: Der „Klassiker“ gegen Reiseübelkeit

Auf die Frage „Was hilft gegen Reiseübelkeit?“ wird heute in der Regel die Empfehlung Dimenhydrinat ausgesprochen. Es handelt sich dabei um den gängigsten Wirkstoff gegen Reiseübelkeit. Tatsächlich stellt das H1-Antihistaminikum Dimenhydrinat eine besonders zuverlässige Behandlungsoption dar. Der Grund: Dimenhydrinat wirkt genau dort, wo die Reiseübelkeit entsteht. Der Wirkstoff hemmt die schwindelerregende Wirkung des Botenstoffs Histamin, der bei Reisekrankheit als Folge einer Stressreaktion des Körpers vermehrt ausgeschüttet wird. Da Histamin das Brechzentrum im Gehirn stimuliert, ist diese Hemmung durch Dimenhydrinat sozusagen der Clou, wenn es um die Bekämpfung von Schwindel, Übelkeit und Erbrechen auf der Reise geht.

Gut zu wissen: Dimenhydrinat (in Reisekaugummis und Reisetabletten) eignet sich sowohl für die Vorbeugung als auch für die Behandlung der Kinetose. Das Risiko der Müdigkeit als mögliche Nebenwirkung lässt sich durch die Wahl der richtigen Darreichungsform weitestgehend reduzieren.

Niedrigere Dosierung: Reisekaugummis mit Dimenhydrinat machen nicht so müde

Dimenhydrinat steht heute in unterschiedlichen Darreichungsformen zur Verfügung. Da der Wirkstoff beim Kauen unter anderem über die Mundschleimhaut aufgenommen wird, sind Reisekaugummis mit Dimenhydrinat (Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20 mg, rezeptfrei in der Apotheke) niedriger dosiert und machen nicht so müde. Eine schonende Möglichkeit der Behandlung, die auch für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist. Erfahren Sie hier mehr über Reisekaugummis.

Wer statt Kaugummis gegen Reiseübelkeit eher Reisetabletten bevorzugt, der kann ebenfalls den Wirkstoff Dimenhydrinat nutzen (z. B. Superpep® Tabletten 50 mg, rezeptfrei in der Apotheke). Dieser liegt in Tabletten gegen Reiseübelkeit in der Regel höher dosiert vor.

Erfahren Sie mehr über Reisetabletten.

Pflaster gegen Seekrankheit: Wenn es hart auf hart kommt

In besonderen „Härtefällen“ raten Experten zur Anwendung von scopolaminhaltigen Pflastern (verschreibungspflichtig!) gegen Seekrankheit, die schon einige Stunden vor Reiseantritt hinter dem Ohr auf die Haut geklebt werden. Diese wirken besonders stark und geben den Wirkstoff über einen Zeitraum von etwa drei Tagen gleichmäßig über die Haut ab. Vor allem bei Seglern ist diese Form der Reiseübelkeit-Therapie beliebt. Sprechen Sie vorab unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt.

Weitere Mittel gegen Reisekrankheit

Weitere Mittel gegen Reisekrankheit, die auch zum Einsatz kommen können, sind:  

  • Ingwer gegen Reiseübelkeit (meist nur in sehr leichten Fällen eine Option)
  • Akupressurbänder
  • Spezielle Atemtechniken