1. Was versteht man eigentlich unter dem Begriff Reisekrankheit (Kinetose) genau?

Per Definition handelt es sich bei der sogenannten Kinetose um einen Verarbeitungskonflikt im Gehirn zwischen 2 oder mehreren konkurrierenden Sinneseindrücken. Experten sprechen dann von einem „mismatch“. Zum besseren Verständnis: Unser Gehirn empfängt über unsere Muskulatur, die Gelenke und die Wirbelsäule eine Information, ob wir uns in einer bewegten Umgebung befinden oder nicht. Auch unser Gleichgewichtsorgan im Innenohr sendet dieses Signal an das Gehirn. Ein widersprüchliches Signal kann allerdings von unseren visuellen Eindrücken ausgehen, also von dem, was wir über die Augen wahrnehmen. Wenn unser Gleichgewichtsorgan „Bewegung“ registriert und dieses Signal an das Gehirn sendet, unsere Augen gleichzeitig aber einen unbewegten Raum wahrnehmen (z. B. im Inneren eines Autos oder unter Deck eines Schiffes), ist der Datenkonflikt im Kopf vorprogrammiert.

2. Was passiert bei der Reisekrankheit im Körper?

Aufgrund des  Verarbeitungskonflikts im Gehirn, das unterschiedliche Sinneseindrücke empfängt, kommt es zu einer regelrechten Stressreaktion: Verschiedene Botenstoffe wie  Histamin werden vermehrt ausgeschüttet. Die ausgeschütteten Stoffe – insbesondere das Histamin – stimulieren das Brechzentrum im Gehirn. Die typischen Symptome der Reisekrankheit stellen sich ein.

Erfahren Sie hier mehr über die Symptome bei Reisekrankheit.

3. Welche Symptome sind bei Reisekrankheit typisch – sind das nur Übelkeit und Erbrechen?

Übelkeit und Erbrechen zählen in der Tat zu den charakteristischen Symptomen der Reisekrankheit. Doch neben der eigentlichen „Reiseübelkeit“ gibt es noch weitere Anzeichen, die vor allem im Vorfeld auftreten können. Dazu zählen übermäßiges Gähnen, Müdigkeit, Schwindel und Blässe. Auch Schweißausbrüche und Kopfschmerzen sind möglich.

Lesen Sie hier mehr über die Symptome bei Reisekrankheit.

4. Wer ist von der Reiseübelkeit besonders häufig betroffen?

Über 80 Prozent der Deutschen haben schon einmal Bekanntschaft mit der Reisekrankheit gemacht. Besonders Kinder unter 12 Jahren (Altersgipfel zwischen dem 8. und 12. Lebensjahr) und Frauen sind betroffen. Bei Frauen scheinen hormonelle Einflüsse eine Rolle zu spielen, bei Kindern könnte ein besonders sensibler Gleichgewichtssinn die Ursache für das gehäufte Auftreten der Reiseübelkeit sein. Tipp: Es stehen Mittel gegen Reiseübelkeit zur Verfügung, die auch für Kinder geeignet sind (z. B. Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20mg, für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene).

Mehr über die Risikogruppen bei Reiseübelkeit erfahren Sie hier.

5. Welche Formen der Reisekrankheit werden unterschieden?

Zu den häufigsten Kinetoseformen zählen die Seekrankheit und die Übelkeit beim Autofahren. Doch auch die Übelkeit im Zug oder im Bus sowie die Flugkrankheit sind an dieser Stelle zu nennen. Nicht zuletzt gibt es spezielle Formen wie die „Space-motion-Sickness“ (SMS: Übelkeit von Astronauten bei Schwerelosigkeit) sowie sogenannte „Pseudokinetosen“, die z. B. bei einer 3-D-Achterbahnfahrt auftreten können.

Erfahren Sie hier alles über häufige Kinetose-Formen.

6. Welche Mittel gegen Reisekrankheit helfen besonders gut?

Bei Reiseübelkeit wirken Medikamente, die die Stressreaktion des Gehirns direkt mildern. Für kürzere Reisezeiten empfehlen sich daher Mittel gegen Reiseübelkeit mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat, die es rezeptfrei in Form von Reisekaugummis (Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20 mg) und Tabletten (Superpep® Tabletten 50 mg) in der Apotheke gibt.

7. Welche Vorteile hat ein Reisekaugummi gegenüber Reisetabletten?

Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20 mg – die einzigen Kaugummis gegen Reiseübelkeit - lassen sich optimal dosieren: Man nimmt sie bei den ersten Anzeichen von Reiseübelkeit –  und wenn die Übelkeit zurückgeht, kann das Kaugummi einfach aus dem Mund genommen werden, spätestens nach 30 Minuten Kauen. Mit der bedarfsgerechten Einnahme ist das Medikament schonend und kinderfreundlich. Darüber hinaus wirken die Reise Kaugummi-Dragées  wie Tabletten gegen Reiseübelkeit, machen aber nicht so müde.

8. Kann man sich auf Dauer an die Auslöser von Reiseübelkeit gewöhnen?

Ja, denn Reiseübelkeit ist eigentlich ein Datenkonflikt im Kopf und mit dem kann das Gehirn lernen, umzugehen. Das ist auch der Grund, warum es bei längeren Seereisen häufig zu einem Gewöhnungseffekt kommt. Der „Lerneffekt“ ist aber meist nur von kurzer Dauer. Dennoch muss „einmal reisekrank“ nicht „immer reisekrank“ heißen. Es kann durchaus sein, dass man die nächste Reise ohne Reiseübelkeit übersteht.